Weimarfahrt der Q1

Reportage - Reportage vom 05.12.2022

Montag

Am Montag ging es in aller Frühe los nach Weimar. Die Fahrt dauerte ungefähr 6,5 Stunden. Vor Ort wurden wir in den Speisesaal geführt, wo uns dann unsere Zimmer zugewiesen und die Schlüssel ausgeteilt wurden. Nachdem alle ihre Zimmer bezogen hatten, ging es vom Sammelplatz aus einen kurzen Fußweg zum Reithaus, in welchem wir die ganze Woche über unsere Seminare hatten. Dort wurden wir vom Team der EJBW begrüßt und mit den Hausregeln vertraut gemacht. Schließlich wurden wir mit unseren Teamern Dean, Ann und Annika in die einzelnen Seminarräume geschickt. Die Gruppen waren nach den Workshops, für welche wir uns vor der Fahrt eingetragen hatten, aufgeteilt. Obwohl der Workshoptag erst donnerstags war, haben wir trotzdem die ganze Woche innerhalb dieser Gruppen gearbeitet. Der Montag stand ganz unter dem Motto "Europa und Ich". Nach kurzem Kennenlernen haben wir uns damit auseinandergesetzt, was Europa überhaupt für uns persönlich und generell bedeutet. Wir haben uns über verschiedene Funktionen und persönliche Geschichten ausgetauscht und überlegt, wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede bestehen. Nach Ende des ersten Projekttages ging es zum Abendessen und bis zur Nachtruhe hatten wir freie Wahl für unsere Abendgestaltung. Manche gingen auf den Weihnachtsmarkt und schauten sich die Stadt an und andere blieben auf ihren Zimmern für einen gemütlichen Abend.

Dienstag

Der Dienstag stand unter dem Motto "Europäische Werte aus der Weimarer Klassik". Nach dem Frühstück ging es los mit einer Einführung in die Klassik und in die Geschichte Weimars. Wir haben uns außerdem über persönliche und generelle Werte ausgetauscht und inwiefern sich die Werte seit der Klassik geändert haben. Nach der Einführung hat sich unsere Stufe in vier Kleingruppen aufgeteilt. Zwei Gruppen hatten eine Führung im Ilmpark, wo wir allerlei Fakten zu Goethe, Schiller und dem Ilmpark und dessen Geschichte gelernt haben. Eine weitere Gruppe ist in Schillers Wohnhaus gegangen, während die andere Gruppe sich auf den Weg zu Goethes Wohnhaus machte. In beiden Häusern gab es eine Führung, wo man mehr über die Wohnsituation, das Leben und die Familie und Freunde der beiden Dichter erfahren hat. Pünktlich zum Mittagessen waren dann alle wieder im Speisesaal. Nach dem Mittagessen gab es eine kurze Pause, bis es mit dem Programm weiterging. Alle Schüler*innen, die am Morgen eines der Wohnhäuser besucht hatten, gingen zur Führung in den Ilmpark und alle, die bereits den Ilmpark besichtigt hatten, gingen in eines der beiden Wohnhäuser. Welches der beiden man besichtigen wollte, konnte man sich am Tag zuvor aussuchen. Nachdem alle von ihren Führungen in die Seminarräume zurückgekehrt waren, ging es weiter mit dem Thema Europäische Werte. Wir haben die Werte vom Morgen definiert und darüber diskutiert, welche vielleicht wichtiger als andere sein könnten. Nach einigen hitzigen Diskussionen konnten wir die drei wichtigsten Werte anonym bewerten. Schließlich folgte eine Auswertung dessen, bevor wir zum Abendessen entlassen wurden. Nach dem Abendessen haben wir in einer großen Gruppe den Tag ausklingen lassen, indem wir zusammen auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Theater Eislaufen und Punsch trinken waren, bis es dann zur Nachtruhe auf die Zimmer ging.

Mittwoch

Am Mittwoch haben wir uns mit dem Thema "Nationalsozialismus und Buchenwald" beschäftigt. Nach dem Frühstück ging es in den Seminargruppen mit einer Einführung in das Thema los. Zuerst haben wir uns eine Reihe von Bildern angeschaut, die alle mit Buchenwald und Weimar zur Zeit des Nationalsozialismus zu tun hatten. Wir haben sie geordnet und uns über deren Wirkung auf uns ausgetauscht. Anschließend haben wir einen Film geschaut, der uns in die Geschichte Buchenwalds eingeführt hat. Nach einer kurzen Besprechung des Films ging es für alle zum frühen Mittagessen. Danach haben wir uns alle warm angezogen und uns dann mit dem Bus auf den Weg nach Buchenwald gemacht. Vor Ort haben wir uns eigenständig in 3 Kleingruppen aufgeteilt, mit welchen wir die Führung durch Buchenwald hatten. Zuerst haben wir und das Gelände der SS-Soldaten angeguckt und anschließend sind wir auf das eigentliche Gelände gegangen. Auf dem Gelände stand nicht mehr viel, sodass man sich viel Vorstellen musste. Schließlich haben wir uns noch das Krematorium angeschaut, bevor wir in das Museum gegangen sind. Danach sind wir dann für eine Nachbesprechung zurück ins Reithaus gefahren. Dort haben wir uns über unsere Erfahrungen und Gedanken ausgetauscht. Danach gab es wie immer Abendessen und anschließende Freizeit, welche von vielen auf den Weihnachtsmarkt oder auf den Zimmern verbracht wurde.

Donnerstag

Donnerstag standen die Kreativ-Workshops an, für welche wir uns zuvor eintragen konnten. Zur Auswahl standen "Zukunft der Menschenrechte und Kreatives Schreiben", "Klassik und Klimaschutz" und "Rechtsextremismus und Soziale Medien". In jeder Gruppe waren ungefähr 20 Leute und nach dem Frühstück ging es mit einer Einführung in das jeweilige Thema los. Bis zum Essen lernten die Gruppen vorerst Informationen zu ihrem Thema, damit sie eine Übersicht für die anschließende Arbeit am Nachmittag bekamen. Nach dem Mittagessen gab es eine große Mittagspause. Eine kleine Gruppe entschied sich die antike Anna-Amalia-Bibliothek zu besichtigen, da diese es vielen besonders angetan hatte. Es waren morgens Tickets für alle gekauft worden und wir hatten ein halbe Stunde Zeit uns den "Rokokosaal" anzusehen. Anschließend ging es in den Workshops weiter mit der Arbeitsphase. Der Workshop "Zukunft der Menschenrechte und Kreatives Schreiben" beschäftigte sich mit allerlei Übungen zum Schreiben, bis es schließlich eine Schreibphase gab, wo jeder seine Gedanken und Gefühle zu dem Thema in einem Text, Gedicht oder ähnlichem verarbeiten konnte. Der Workshop "Rechtsextremismus und Soziale Medien" hatte Beispiele von rechtsextremen Personen, mit welchen sich in Kleingruppen beschäftigt wurde. Die Gruppe "Klassik und Klimaschutz" bereitete ebenfalls eine Präsentation vor, indem sie sich mit klimafreundlichen und umweltschonenden Möglichkeiten für Dinslaken beschäftigte und sich dazu Beispiele anguckte. Nachdem die Workshops beendet waren ging es für alle zum Abendessen. Nach dem Abendessen war die Abschlussdisko angesetzt. Es wurde im Voraus für Getränke und Snacks gesorgt und am Ende wurde es ein aufgeschlossener und lauter Abschiedsabend, mit viel Musik und lustigen Erinnerungen.

Freitag

Der Freitag war unsere letzter Tag und diente der Präsentation der Gruppenergebnisse. Alle mussten schon sehr früh aufstehen, da kontrolliert wurde, ob alles zusammengepackt war, bevor es zum Frühstück ging. Nachdem alle gefrühstückt und ihr Gepäck in den Lagerraum gebracht hatten, ging es zu Schlüsselabgabe. Vor der Präsentation trafen sich schließlich alle für das Abschlussfoto, bevor es ein letztes Mal ins Reithaus ging. Dort begann die Gruppe "Rechtsextremismus und Soziale Medien" mit ihrer Vorstellung. Sie erklärten, was sie im Workshop gemacht hatten und die einzelnen Gruppen präsentierten ihre Plakate zu den Rechtsextremisten und ihren Social Media Plattformen. Danach war die Gruppe "Klassik und Klimaschutz" dran, welche ebenfalls ihr Vorgehen des Vortages zusammenfasste und dann ihre Ergebnisse zu nachhaltigem Leben in Dinslaken präsentierte. Als letzte Gruppe war "Zukunft der Menschenrechte und Kreatives Schreiben" an der Reihe. Auch hier wurde das Vorgehen im Workshop kurz beschrieben und anschließend emotionale und bewegende Texte von 4 Schüler*innen zum Thema Menschenrechte und dem Erlebten der Woche vorgestellt. Nach der Vorstellung ging es ein letztes Mal in die Seminare. Wir haben die Woche reflektiert und eine abschließende Bewertung formuliert. Schließlich ging es zum Mittagessen und anschließend haben wir mit dem Bus die Rückreise angetreten. Wir waren wieder ca. 7 Stunden unterwegs und waren um 20 Uhr zurück in Dinslaken.

Von Lena Buschauer, Q1

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